Kirche im Dorf Fischer
Die Bewohner sind Lutheraner. Die Kolonie gehörte zunächst zur evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Rosenheim, ab 1820 zu Süd-Jekaterinenstadt und ab 1905 zu Paulskoe.
In den ersten Jahrzehnten nach der Gründung der Kolonie wurden Gottesdienste in der Schule und im Bethaus abgehalten. Die erste Holzkirche wurde 1818 mit Mitteln der Kolonisten erbaut und hatte den Status einer Filialkirche.
Im Jahr 1876 wurde an der Stelle der alten Kirche eine neue Kirche errichtet, die im Namen des Heiligen Johannes beleuchtet wurde.
Die Kirche war für 800 Gläubige ausgelegt. Neben der Kirche befanden sich ein Kisterat, ein hölzerner Glockenturm und eine Leichenhalle. Im Jahr 1908 zählte die Kirchengemeinde 2.913 Gemeindemitglieder.
Mit Beschluss des Präsidiums des Zentralen Exekutivkomitees der Wolgadeutschen Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik vom 11. Februar 1935 wurde die Kirche im Dorf Fischer geschlossen.
Wie im Manifest versprochen, versuchten sie, Kolonien aus Vertretern derselben Religion zu bilden. Dies verringerte einerseits die Wahrscheinlichkeit von Konflikten aus religiösen Gründen, andererseits sparte es Geld für den Bau zusätzlicher Kirchenräume und den Unterhalt von Kirchenpfarrern. Fast alle Kolonisten von Fisher waren Lutheraner. Die Kirche in der Kolonie wurde erst 1818 auf Kosten der Kolonisten gebaut. Zuvor führten Gemeindemitglieder Rituale in der Schule und im Gebetshaus, der Pfarrschule (eröffnet seit der Gründung der Kolonie), durch. Von der Gesamtzahl aller ankommenden Kolonisten in der Wolgaregion machten Lutheraner etwa 50 %, Katholiken – 35 % und Reformierte (und andere) – 15 % aus.
Bethaus 2001:
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Pastor: Pfarrer & Priester
Die Gemeinde in Fischer wurde von folgenden Pfarrern betreut:
1767–1785 Ludwig Helm
1777–1787? Daniel Willi
1786-1788 Laurentius Ahlbaum
1788-1791 Klaus Peter Lundberg
1792-1815 Mag. Christian Friedrich Jäger